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Tarifverhandlungen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung vertagt

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10.10.2018

Arbeitgeber fordern von ver.di einen Fokus auf die Branche

Berlin, 10.10.2018. Heute starteten in Berlin die Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung der Gewerkschaft ver.di ab. Diese verlangt nach einer Anhebung der Löhne und Gehälter von 6,0 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 90 EUR steigen.

Nach mehrstündigen Gesprächen wurden die Verhandlungen vertagt. „Die Höhe der Forderung und ihre Begründung durch die Gewerkschaft ver.di sind für die Arbeitgeber nicht nachvollziehbar, weil sie die Realität unserer Branche komplett ausblenden“, betonte der Verhandlungsführer des Hauptverbands Papier- und Kunst- stoffverarbeitung (HPV), Jürgen Peschel. Er appellierte an die Gewerkschaft, die Forderung an die branchenspezifische wirtschaftliche Situation anzupassen.

Peschel unterstrich die Bereitschaft der Arbeitgeber, wie in früheren Verhandlungen, gemeinsam und konstruktiv einen Abschluss anzustreben. Dazu gebe es aber eine Grundvoraussetzung: „der Fokus auf die besonderen wirtschaftlichen Faktoren der eigenen Branche. Eine horizontale Sichtweise auf die allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten hingegen verstellt den Blick auf die Realität in der Papier- und Kunststoffverarbeitung“, sagte Peschel. Die Verhandlungen werden am 20. November 2018 um 12.00 Uhr in Berlin fortgesetzt.


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