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Arbeitgeber Baden-Württemberg und LVI streben Zusammenführung der beiden Verbände an

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02.07.2018

Dulger und Baumann: „Wenn die Wirtschaft im Südwesten mit einer Stimme spricht, wird sie noch besser wahrgenommen“

Unterzeichnung Verein Unternehmer BW

 

STUTTGART – Die baden-württembergische Wirtschaft will ihre Kräfte bündeln: In absehbarer Zeit soll es im Südwesten eine zentrale Interessenvereinigung geben. Der sozialpolitische Spitzenverband, die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e. V. (Arbeitgeber Baden-Württemberg), und sein wirtschaftspolitisches Pendant, der Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie e. V. (LVI), kündigten am Mittwoch in Stuttgart an, in einem zweijährigen Prozess auf eine Zusammenführung der beiden Verbände hinarbeiten zu wollen. Zuvor hatten die Mitglieder der beiden Verbände dem Vorgehen auf zeitgleich ablaufenden Mitgliederversammlungen zugestimmt. Der neue Verband soll Unternehmer Baden-Württemberg (Unternehmer BW) heißen. „Wenn die Wirtschaft im Südwesten mit einer Stimme spricht, wird sie noch besser wahrgenommen werden und ihre Interessen entsprechend kraftvoller vertreten können“, erklärten der Präsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Dr. Rainer Dulger, und LVI- Vizepräsident Heinrich Baumann.


Die Arbeitgeber Baden-Württemberg, der LVI und das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. haben an diesem Mittwoch den Verein „Unternehmer Baden-Württemberg“ gegründet. Der Verein soll über einen zweijährigen Zeitraum den Prozess der Zusammenführung der beiden Verbände steuern. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Rainer Dulger gewählt. Zum Geschäftsführer des Vereins wurde das Geschäftsführende LVI-Vorstandsmitglied, Senator E.h. Wolfgang Wolf, ernannt. „Die Arbeitgeber Baden-Württemberg und der LVI wollen den Prozess partnerschaftlich und auf Augenhöhe angehen“, erklärten Dulger und Baumann.


Die Arbeitgeber Baden-Württemberg und der LVI arbeiten schon seit vielen Jahren auf zahlreichen Feldern eng und vertrauensvoll zusammen. Die Kernthemen des originär sozialpolitischen Arbeitgeberverbandes und des in erster Linie wirtschaftspolitischen Industrieverbands ergänzen sich weitestgehend. „Sozialpolitische und industriepolitische Themen verschmelzen in der Unternehmenspraxis aber zunehmend“, erklärten Dulger und Baumann: „Die traditionelle Trennung dieser beiden Themenbereiche und die jeweils gesonderte Interessenvertretung entsprechen nicht mehr der Themenkomplexität in der Wirtschaft.“


Durch die Vertretung der Wirtschaft durch einen einzigen Verband werde sich ein noch attraktiveres Dienstleistungsportfolio ergeben, das die Bindungskraft bei bisherigen Mitgliedern wie auch die Attraktivität für Neumitglieder erhöhen werde. „Den steigenden Ansprüchen der Wirtschaft an die Plattform- und Netzwerkfunktion eines Verbandes mit einem breiten Themenportfolio und einer leistungsfähigen Organisation wird durch das Zusammengehen wirksam entsprochen“, erklärten Dulger und Baumann.

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